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„Klimawandel gab’s doch schon immer!“

Dass sich das Klima auf der Erde über die letzten Jahrtausende und sogar Millionen Jahre verändert hat, ist richtig. Wir erklären euch hier, weshalb es den menschengemachten Klimawandel aber leider trotzdem gibt. 

Negative Zukunftsvisionen kennst du sicher schon. Überschwemmungen, Brände, Stürme oder Tsunamis, dazu Dürren, Artensterben und sehr viel Leid. Daran soll überall der Mensch schuld sein? Die kurze Antwort ist: ja, meistens. Aber das hat zumindest einen positiven Aspekt – denn wenn wir dafür verantwortlich sind, können wir die Dinge auch ändern!  

Und jetzt der Realitätscheck: 

Vulkanausbrüche und Sonnenstrahlung gab es schon deutlich vor den Menschen. Auch Waldbrände, bspw. in Spanien oder Griechenland, sind erstmal nix Neues. Die Intensität und die Häufigkeit, in der sie vorkommen, stehen aber sehr wohl mit der Industrialisierung durch den Menschen in Verbindung.

  • Ja aber die Sonneneinstrahlung erwärmt die Erde doch auch, und dafür kann der Mensch doch nix? Was an dieser Behauptung dran ist, könnt ihr hier nachlesen.

Klimamodelle wie die der Attributionsforschung sind dazu da, bestimmte Wahrscheinlichkeiten auszurechnen. Ist ein flächendeckender Waldbrand in einem Wettermodell, in dem es keinen Klimawandel gibt, bspw. nur alle 15 Jahre zu erwarten, in Modellen mit dem Klimawandel jedoch schon alle drei Jahre, dann kann diese Veränderung dem menschengemachten Klimawandel zugeordnet werden. In diesem Rechenbeispiel würde er den Waldbrand fünfmal wahrscheinlicher machen. Es gibt also einen direkten Zusammenhang zwischen dem Menschen und der Intensität des Klimawandels.  

Warum ist die Veränderung des Klimas durch den Menschen so problematisch? 

In immer größerem und schnellerem Ausmaß fügen wir Menschen der Atmosphäre mehr Treibhausgase zu. Diese Gase halten die erzeugte Wärme in der Erdatmosphäre fest. Das hat wiederum einen Rückkopplungseffekt: So kommt es durch die Erderhitzung auch zu einem höheren Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre, der dann die Erde noch weiter erwärmt. Gegen die losgetretenen Ketteneffekte können und müssen wir als Menschen deswegen heute etwas unternehmen. Aber wenn der menschengemachte Klimawandel unserer Erde schadet, kann menschengemachter Klimaschutz der Erde auch dabei helfen, sich zu regenerieren.  

  • Was ist eigentlich nochmal der Unterschied zwischen Klima und Wetter? Dazu gibt's hier einen kurzen Text oder hier ein Erklärvideo.
Das mit der Attributuionsforschung hast du noch nicht so ganz verstanden? Keine Sorge, hier findest du nochmal ausführliche Erklärungen:

Hier erklärt der Deutsche Wetterdienst, wie die Attributionsforschung funktioniert, um bestimmte Wetterereignisse dem menschengemachten Klimawandel zuzuordnen.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) beschäftigt sich mit dieser Attributionsforschung. Das sagt das PIK zur Entwicklung von Bränden.

Hier kannst du ein Interview mit einer der führenden Forscherinnen, Friederike Otto, nachlesen. Sie erklärt, wie in der Attributionsforschung gearbeitet wird.

Noch mehr zu lesen gefällig? Das Buch "Wütendes Wetter" erklärt die Zusammenhänge von Mensch und Klimawandel ausführlich
Und noch mehr weiterführende Links!

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